Egal ob Sie die für die Hockertruhe benötigten Bauteile entsprechend der Materialliste im Hockertruhen-Bauplan selbst zuschneiden, oder den Zuschnitt im Baumarkt oder Fachhandel vornehmen lassen: Alle Holzbauteile sollten möglichst präzise Maße und saubere, rechtwink- lige Schnittkanten aufweisen. Tipps und Hinweise für den eigenen Zuschnitt finden Sie in der Anleitung für den Holzzuschnitt mit mobilen Elektrowerkzeugen oder der Anleitung: Präziser Holzzuschnitt für den Möbelbau.
Wir beginnen mit dem Bodensockel der Hocker-Truhe, indem wir die im Hockertruhen-Bauplan enthaltene Schablone für den geschwungenen Ausschnitt an der front- und rückwärtigen Sockelleiste [2] ausdrucken und ausschneiden. Sie können die Schablone direkt mit wieder lösbarem Sprühkleber auf die beiden Leisten aufkleben, und die Kontur mit der Stichsäge und einem Kurvensägeblatt, oder der Dekupiersäge aussägen. Erheblich eleganter und präziser ist allerdings eine Ausfräsung mit der Oberfräse.
Kleben Sie dazu die Schablone auf eine passende Sperrholzplatte mit einer Stärke von 10 Millimetern auf, und schneiden Sie die Kontur an dieser aus. Sowohl für die Verwendung eines Kopier- oder Planfräsers mit Anlaufkugellager, als auch für die Arbeit mit einer Kopierhülse ist eine Konturlinie vorhanden. Mit einem Schleifzylinder und der in einen Bohrständer einge-spannten Bohrmaschine oder einem selbst gefertigten Schleiftisch lassen sich die nach innen gewölbten Rundungen sauber glätten.
Die ausgesägte Sperrholzplatte dient als Frässchablone zur Bearbeitung der Sockelleisten [2]. Die Frässchablone wird passgenau auf den Leisten positioniert und mit Klemmzwingen auf dem Werktisch fixiert. Dann wird mit dem in die Oberfräse eingespannten Kopierfräser, oder einem Nutfräser und der Kopierhülse, die Kontur schrittweise aus der Sockelleiste ausgefräst. Die Vorlage sieht hierzu eine Kopierhülse vor, deren Durchmesser 6 Millimeter größer als der des Nutfräser ist.
Die Zuschnitt- und Fräskanten an den frontalen und seit-lichen Sockelleisten [2, 3 ] werden mit einem Schleifklotz und Schleifpapier mittlerer Körnung (120) geglättet und dann entstaubt. Danach werden mit der Lamellendübel-fräse Kerbfräsungen für Flachdübel der Größe "0" an den Verbindungsstellen der Leisten vorgenommen. Stellen Sie den Höhenanschlag der Fräse dazu exakt auf die Materialstärke von 18 Millimetern, und die Frästiefe auf die Dübelgröße ein.
Auf der nächsten Seiten zeigen wir Ihnen im zweiten Teil der detaillierten Bauanleitung für eine Kolonialstil-Hockertruhe mit Fotos, wie der Korpus aus den vorgefertigten Bauelemente zusammengesetzt wird.
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Bohrmaschine ♦
Bohrständer ♦
Dekupiersäge ♦
Flachdübel ♦
Lamellendübel ♦
Nutfräser ♦
Oberfräse ♦
Stichsäge ♦
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