Wir haben uns ein Stück gut getrocknetes, fast weißes Ahornholz mit grober Maserung ausgesucht. Auf einer massiven Bohle von 5 cm Stärke haben wir an einer Stelle mit gleichmäßigem Wuchs den Kreisumriß des Rohlings angezeichnet und grob ausgesägt. Für eine solide und stabile Stichsäge mit einem neuen und scharfen Sägeblatt stellt diese Anforderung kein Problem dar. Alternativ können Sie den Grobzuschnitt auch mit der Kreis- oder Bandsäge vornehmen. Auf beiden Seiten des Holzrohlings wird das Zentrum ausgemessen.
Dort wird mit einem Durchmesser von 3 mm etwa 8 mm tief ein Loch bebohrt, und mit einem Senker konisch erweitert. Mit den Bohrungen wird der Rohling zwischen dem Mitnehmer und der mitlaufenden Körnerspitze in das Drechselgerät fest eingespannt. Da der Holzrohling wegen seiner Unwucht starke Vibrationen erzeugt, wird er im ersten Arbeitsschritt bei niedriger Drehzahl zu einem scheibenförmigen Rotationskörper abgedreht. Neben einem Flach-Drechselbeitel eignet sich hierzu auch eine scharfe, grobe Holzraspel.
Wenn der Rohling zugerichtet ist, kann die Drehzahl der Drechseleinrichtung zur weiteren Bearbeitung erhöht werden. Zunächst wird auf der Seite der Körnerspitze die Unterseite des Leuchters grob in eine abgeflachte Form gedrechselt. In die vorgeformte Unterseite wird eine etwa 3 mm tiefe, zylindrische Vertiefung mit dem Durchmesser der kleinsten verfügbaren Planscheibe gedrechselt. Eine solche kleine Planscheibe gehört zur Ausstattung jedes Drechselgerätes. Nemen Sie den Rohling jetzt aus dem Drechselgerät.
Montieren Sie Ihre Planscheibe mit Holzschrauben plan, fest und möglichst zentriert in der vorbereiteten Aus-buchtung. Falls Sie nur über eine kleinere Planscheibe mit Zentralschraube verfügen, so drechseln Sie die Vertiefung dennoch mit einem Durchmesser von ca. 60 mm aus, denn die Vertiefung dient nicht nur der Montage der Planscheibe. In ihr wird beim fertigen Leuchter auch ein passender Filzgleiter eingeklebt. Die Planscheibe mit Werkstück wird nun auf das Gewinde des Drechselantriebs aufgeschraubt.
Danach muß das Werkstück, auch auf der Unterseite, noch einmal absolut rund gedrechselt werden, um eine Unwucht auszuschließen. Bearbeiten Sie dann die Ober-seite des Werkstücks schrittweise zu einem Linsenför-migen Körper, indem Sie vom Außenrad zur Körnerspitze hin in kleinen Schritten mit geringem, aber gleichmäs-sigem Druck auf den Drechselbeitel arbeiten. Tragen Sie so Schicht für Schicht des Holzes ab. Im Zentrum der Oberseite wird die Vertiefung zur Aufnahme des Tee-lichthalters mit ca. 50 mm Durchmesser ausgedrechselt.
Auf der nächsten Seite zeigen wir Ihnen im zweiten Teil der Teelichtleuchter-Drechselanleitung mit Fotos, wie der Leuchter mit einem Drechselgerät hergestellt wird.
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Sägeblatt ♦
Senker ♦
Stichsäge ♦
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