Schema: Schwingtier-BewegungDie pendelnde Aufhängung, die Schwingtiere und Schwingvögel erst "flattern" läßt, basiert auf dem Prinzip der Balkenwaage mit doppeltem Waagebalken, welches das physikalische Hebelgesetz nutzt. Die Flügel sind mit dem Körper des Schwingtieres an mindestens zwei Punkten beweglich verbunden. An zwei Punkten ist wiederum jeder Flügel nach oben hin aufgehängt. Der Abstand der Aufhängepunkte zum Körper ist dabei auf beiden Seiten exakt gleich groß und so gewählt, daß Körper und Flügel im Ruhezustand eine waagerechte Ebene bilden. Sie sind ausgewogen oder ausbalanciert. Zusätzlich sollte die Einheit aus Körper und Flügeln in der Längsachse ebenfalls möglichst ausbalanciert sein. Je exakter ein Schwingtier ausbalanciert ist, desto anhaltender schwingt oder flattert es, wenn es in Bewegung versetzt wurde.
Als Material zum Verbinden der Flügel mit dem Körper und als Fäden für die Aufhängung empfehlen wir dünne Angelschnur. Diese ist günstig und extrem reißfest. Die Positionen für die Verbindungen der Flügel mit dem Rumpf sind auf der Schablone Ihrer Vorlage einge-zeichnet. Bohren Sie in die Flügel möglichst kleine Löcher im Abstand von jeweils 6 mm zum Rand, und an entsprechender Stelle durch den Körper. Verbinden Sie die Bauteile mit der Angelschnur durch verknoten.
Um Schwingtiere auzubalancieren und die Punkte für die Bohrungen zur Aufhängung festzulegen, fertigen Sie sich am besten ein einfaches Hilfsgerät an. Schlagen Sie zwei identische Nägel ganz durch zwei Holzreste, die jeweils als Fuß dienen. Stellen Sie diese Hilfsstützen auf eine gerade Unterlage und setzen Sie Ihr fertiges Schwingtier so auf die Nagelspitzen, daß diese in etwa den Aufhängepunkten entsprechen.
Richten Sie die Stützen und das Schwingtier solange gegeneinander aus, bis sich das Schwingtier in beiden horizontalen Achsen in der Waage befindet. Dabei soll der Abstand der Auflagepunkte der Nägel zum Körper des Schwingtiers gleich groß sein. Das hört sich viel komplizierter an, als es ist. Nach wenigen Minuten und einigen Versuchen ist Ihr Schwingtier ausgerichtet. Messen Sie den Abstand zwischen Nagelspitze und Körper möglichst exakt aus.
Bohren Sie mit diesem Abstand zum Rand jeweils zwei Löcher für die Aufhängungen durch beide Flügel. Fädeln Sie durch jedes der Löcher jeweils ein Stück Angel-schnur, welches Sie auf der Unterseite des Flügels verknoten. Fassen Sie jeweils die beiden Schnüre eines Flügels mit gleicher Länge zusammen, fädeln Sie diese durch die Bohrung der Aufhängestange und verknoten Sie das Ende. Der Abstand der Löcher in der Aufhängung sollte etwa dem 1,4-fachen des Abstands zwischen den Bohrungen in den Flügeln betragen. Durch eine weitere Bohrung in der Mitte der Aufhängestange wird ein weiteres Stück Schnur verknotet, welches zum Aufhängen des Schwingtieres an einem Deckenhaken dient.
Den Abschluß der detaillierten Schwingtier-Bauanleitung mit Fotos bildet eine Übersicht aller zum Bau eines Schwingtiers benötigten Materialien und Werkzeuge.
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Angel ♦
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Bohrung ♦
Nagel ♦
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