Zubehörgeräte für die Anfertigung von Holzverbindungen mit der Oberfräse werden im Handel unter Bezeichnungen wie "Zinkenfräsgerät", "Zinkenfrässchablone" oder auch "Verbindungssytem" angeboten. Die Preise für solche Geräte bewegen sich im Bereich von deutlich unter 50 Euro für einfache Heimwerker-Ausführungen bis hin zu 4-stelligen Beträgen für aufwendige Handwerker- oder Profisysteme.
Die Unterschiede sind dabei weniger in der Qualität, als vielmehr in der möglichen Bearbeitungsbreite von Werkstücken zu suchen. Mit Profisystemen können Verbindungen bis zu einer Breite von über einem Meter in einem Arbeitsgang realisiert werden. Das ist mit Heimwerkergeräten nicht möglich. Die Qualität und Sauberkeit der angefertigten Verbindungen ist allerdings auch bei günstigen Geräten so überzeugend, daß sich jeder Heimwerker ernsthaft fragen sollte, für welche Anwendungsbereiche er eine solche Zinkenfrässchablone benötigt.
Wir haben für diese Anleitung nicht die kleinste und günstigste Ausführung gewählt, aber auch kein Profigerät. Die "Zinkenfräse für Oberfräse" der Firma Wolfcraft ist ein Heimwerkergerät, mit dem Finger- und verdeckte Zinkenverbindungen bis zu einer Breite von 330mm hergestellt werden können, und diese ist eine für den Heimwerkerbereich meist völlig ausreichenden Arbeitsbreite.
Alle Hilfsmittel zur Herstellung von Zinkenverbindungen mit der Oberfräse arbeiten nach dem gleichen Grund-prinzip. Am Fräskorb der Oberfräse wird unter die Werkstückauflage eine Auflageplatte mit Führungshülse montiert. Diese Hülse passt mit ihrem Durchmesser spielfrei in die Aussparungen einer Frässchablone. Diese wiederum wird für den Fräsvorgang mit speziellen Klemmen, Zwingen oder Haltevorrichtungen fest auf den zu fräsenden Werkstücken montiert.
Bei anderen Bauformen werden die Werkstücke in der Halterung oder dem Grundrahmen des Gerätes fixiert, welcher auf der Werkbank befestigt wird. Der in die Oberfräse eingespannte Fräser wird nach unten durch die Führungshülse und die Frässchablone geführt. Dort bearbeitet er das Werkstück, während die Oberfräse entlang der Aussparungen in der Schablone geführt wird. Für die verschiedenen Zinkenarten sind jeweils die passenden Schablonen erhältlich.
Je nach Art der zu fräsenden Verbindung wird die erforderlliche Frästiefe mit einer Lehre exakt eingestellt. Die Komponenten Führungshülse, Schablone, Fräserart und -beschaffenheit und Frästiefe müssen für jede der möglichen Zinkenverdindungsarten genau aufeinander abgestimmt sein, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Eine leichtere Oberfräse, die mit hoher Fräsdrehzahl verwendet wird, ist im Normalfall für das Fräsen von Zinken völlig ausreichend.
Der Aufbau von Frässchablonen für die Oberfräse ist eigentlich recht simpel. Solche Schablonen kann man durchaus auch selbst herstellen. Für diverse wieder-kehrende Arbeiten kann eine solche selbst angefertigte Schablone sogar große Vorteile haben, da sie Ihren eigenen Anforderungen perfekt gerecht wird. Besonders geeignet für den Bau solcher Schablonen ist Plexiglas. Es ist stabil, transparent und läßt sich mit der Oberfräse leicht und präzise bearbeiten. Einige Anleitungen zur Herstellung eigener Frässchablonen, und auch eines Zinkenfräs-Gerätes, befinden sich gerade in der Bearbeitung, und werden in den nächsten Wochen hier verfügbar sein.
Die von uns verwendete Zinkenschablone der Firma Wolfcraft können Sie im Westfalia-Shop bequem online bestellen.
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