Als Schubkarre wird ein manuell bedientes, einrädriges Transportmittel mit Lademulde bezeichnet, welches auf Baustellen und bei der Land- und Gartenarbeit zum manuellen Transport von Lasten aller Art verwendet wird. Die Schubkarre ist ein typisches Arbeitsgerät des Bauhandwerks.
Die europäische Form der Schubkarre entwickelte sich aus der Trage, die im Mittelalter auf dem unwegsamen Gelände von Baustellen zum Transport von Baumaterial verwendet wurde. Eine solche Trage bestand aus zwei lange Holzbalken, den Holmen, die im mittleren Drittel ihrer Länge durch querliegende Bretter verbunden waren. Die Trage wurde von zwei Personen getragen. Um bei der vielfältigen Transportarbeit Hilfskräfte effizient einsetzen zu können, kam man irgenwann im Hochmittelalter auf die Idee, den vorderen Träger durch eine Achse mit zentriertem Rad zu ersetzten. Damit das Baumaterial bei der schrägen Lage der Transportfläche nicht nach vorne wegrutschte, wurde am vorderen Rand der Fläche zusätzlich eine kürzere, aufrecht abgewinkelte Stützwand montiert. Frühe Schubkarren dieser Art wurden bis ins 19. Jahrhundert hergestellt, und haben sich bis heute erhalten. Aus dieser Form der Schubkarre entwickelte sich auch die heute noch gebräuchliche, und als Sackkarre bezeichnete Transportkarre.
Eine spezielle Variante dieser Urschubkarre war eine aus der Muldentrage, bei der statt der glatten Transportfläche ein Korb oder eine Holzmulde für Mörtel oder Schüttgutt zwischen den Holmen montiert war, abgeleitete Mulden-Schubkarre. Diese ist der Vorläufer der heutigen, modernen Schubkarre.
Moderne Schubkarren bestehen aus einem aus Stahlrohr gebogenem Holmenrahmen, der nach hinten in zwei Handgriffe ausläuft und zwischen dem eine Lademulde aus verzinktem Stahlblech montiert ist, deren vorderer Rand über das Rad hinwegreicht. Das mit einem Luftkammerreifen bezogene Rad ist zwischen den vorderen Ausläufern des Rahmens drehbar gelagert befestigt.
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