Der Nagel ist ein länglicher, zylinderförmiger Stift aus Holz oder Metall, der am unteren Ende zugespitzt und am Kopfende abgeflacht ist. Mit einem Hammer oder sonstigem Schlagwerkzeug wird der Nagel als Verbindungselement in zu verbindende Bauteile eingeschlagen.
Frühe, aus hartem, zähen Holz wie der Eiche bestehende Nägel, wurden bereits in der Steinzeit zur Verbindung von Bauteilen an Holzkonstruktionen für Gebäude, Brücken und Brunnenanlagen verwendet. Seit dem Beginn der Bronzezeit wurden Nägel aus Metall verwendet, die zunächst gegossen, später aus Eisenmetallen geschmiedet wurden.
Moderne Nägel werden als Massenware industriell aus Draht gefertigt, weshalb sie auch als Drahtstifte bezeichnet werden, wobei die Spitze und der Kopf durch Kaltumformung gestaucht werden. Spezielle Nägel, wie beispielsweise Eisennägel für Restaurationszwecke, Spiekernägel für den Schiffsbau oder Hufnägel zum Beschlagen von Pferden, werden auch heute noch in aufwändigeren Verfahren hergestellt.
Neben der losen Form, werden moderne Nägel auch für die automatisierte Verarbeitung in druckluft- oder elektropneumatisch betriebenen Naglern (auch Magazinnagler, Nagelpistole, Automatiknagler) in verschiedenen magazinierten Versionen hergestellt.
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